Katharina Hüllbusch

Parkstr.25
49080 Osnabrück
Tel. 0541/802800


 
 

Zu meinen Bildern:

"Die Fotografie ist ein Hilfsmittel zur Auseinandersetzung mit Dingen, von denen jeder weiß, ohne sich damit zu befassen." (Emmet Gowin)

Interieur, Raumanschnitte, alltägliche (?) Ansichten von Wohnecken werden dem gewöhnlichen Blick des Betrachters - erwartet wird eine Realität, die unmittelbar zugänglich gemacht ist - durch fototechnische Verfahren entzogen. Die Kamera, das 'Instrument des schnellen Sehens' (A. Langdon Coburn), dient 'lediglich' der Produktion des Ausgangsmaterials (Negativmaterial/Polaroidmaterial) für die Umsetzung der in meinem Kopf konstruierten Bilder. Mein Anliegen ist es, neue - träumerische, (vielleicht für den einen oder anderen eher traumatische, da schwarz-weiß und oft sehr dunkel gehalten), irritierende und erfundene, aber aus 'realen' Fotografien/Material geschaffene Bilder zu erstellen. Manchmal sind die Fotografien nur geringfügig, etwa durch Reproduktion, Tonwertänderungen manipuliert. Die Fotografien erhalten 'Eigenartigkeiten', es entstehen neue Bilder, neue Ebenen der Weltsicht durch die Interpretation und Veränderung der Gegenstände, der Umwelt - in der Regel durch fototechnische Verfahren. Die Innenräume samt Ausstattung (Stühle, Bügelbrett, Sessel...) sind immer noch mit einem Blick erkennbar, neu ist aber die Form ihrer Erscheinung. Von der einfachen Abbildung wegzukommen, über sie hinauszugehen ist ein Anliegen, insbesondere durch den Schritt der Weiterverarbeitung im Labor (Hell und Dunkelbereich); ich schließe mich hier J.N. Uelsmann (*1934) an, der sagt: "Ich möchte mehr junge Fotografen dazu ermutigen, von der Straße in die Dunkelkammer zurückzukehren. Ich bin überzeugt, dass die Dunkelkammer im wahrsten Sinne des Wortes zu einem Labor für visuelle Forschung werden kann, zu einem Ort der Entdeckungen, der Beobachtung und der Meditation ... Unter Post-Visualisierung verstehe ich die Bereitschaft des Fotografen, das fertige Bild an jedem Punkt des gesamten fotografischen Prozesses zu revisualisieren, es neu zu sehen, und das heißt auch: es zu überdenken. ... In der Dunkelkammer sollte man dem verwegenen Verstand die Freiheit lassen, zu suchen und - hoffentlich - Neues zu entdecken."